Neue Bautechniken ausschließlich mit Holz

Das obige Titelbild zeigt, was mit Massivholztechnik alles möglich ist. Die Platten sind elastisch und können sich über Unterstützungen wölben. 

   Unter Massivholzbau versteht man inzwischen nicht nur den klassischen Blockhausbau, sondern die neuen Möglichkeiten, aus verleimten oder auch verdübelten Platten Wände, Decken und Dächer auszuführen. Es gibt zahlreiche Hersteller der offiziell als "Brettsperrholz" bezeichneten Produkte. Die Platten werden in unterschiedlichen Techniken, kreuzweise verleimt, genagelt, oder mit einer Mittellage ähnlich einer Brettstapeldecke hergestellt. Abmessungen von bis zu 15 m  x 3,5 m und Stärken von 16 mm bis 300 mm.  

    Auf CNC-gesteuereten Anlagen werden Bauteile direkt nach den digitalen Vorlagen der Planer zugeschnitten, gefräst und gebohrt. Die Bauteile können sowohl sichtbar oder auch für weitere Verkleidungen ausgeführt werden. 

    Die US-amerikanische Architekturfirma SOM plant derzeit ein Hochhaus mit 42 Stockwerken hauptsächlich aus Massivholzprodukten auszuführen.

    Der große Vorteil der Verwendung von Massivholz für die tragende Konstruktion von Gebäuden liegt in dem sehr enormen Einsparpotential von CO2 im Vergleich zu mineralischen Baustoffen, in der Leichtigkeit des Materials und seinem überraschend hohen Brandwiderstand. Die glatte Holzoberfläche bietet eine neue Ästhetik der Raumoberflächen, ihre Wirkung ist nach dem Aufstellen der Bautele sofort erfahrbar. 

Die Planung solcher Gebäude ist aufwändiger als bei herkömmlichen Techniken und erfordert eine hohe Disziplin. Dafür ist die Bauzeit selbst deutlich kürzer. 

 

Letzte Aktualisierung: 1.11.2017


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