Alte und neue Architektur im Blauen Land
Alte und neue Architektur im Blauen Land

Letzte Aktualisierung: 13.7.2015

Eine Ausstellung des Wessobrunner Kreises Januar 2015 in Murnau am Staffelsee

Alle in der Ausstellung gezeitgen Objekte:

A1 Gege-Haus

Instandsetzung   2011/12

Bauherren           Carolina und Marcellus Toepfer

Architekt              Martin Spaenle, München

Restaurator         Stefan Herterich, Saulgrub

Standort              Dorfstr. 8, Seehausen am Staffelsee

Entstanden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zählt das Gege-Haus in der Dorfmitte Seehausens zu den wertvollsten barocken Bauernhäusern der Region.

Infolge einer Vernachlässigung des Bauunterhalts verkam das Anwesen und war in Teilen baufällig geworden.

Nach der Instandsetzung ist das Gege-Haus heute wieder das Schmuckstück von Seehausen. In authentischer Weise vermittelt es seine Geschichte. Die Renovierung des Anwesens war konsequent auf die Erhaltung des historischen Bestandes ausgerichtet. Moderne Haustechnik und energetische Ertüchtigung des Gebäudes wurden so konzipiert, dass dieses keinen Schaden nahm. Ohne Eingriff konnte der barocke Wohnteil des Hauses mit seinem originalen Grundrissgefüge sowie einer reichen Innenausstattung erhalten bleiben. Besonders hervorzuheben ist die enorme Eigenleistung, mit der sich die Bauherrn bei der Restaurierungsmaßnahme engagierte.

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A2 MÜNTERHAUS

Baudenkmal

Instandsetzung  1998/1999

Bauherr  Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung

Architekt  H. Schleich ... psw-architekten, Riedhausen

Standort  Kottmüllerallee 6, Murnau

1998 erfolgte die Instandsetzung des Münterhauses mit dem Ziel, das ehemalige Atelier- und Wohnhaus von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky als Museum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Im Rahmen der Sanierung wurde der Zustand des Gebäudes mit dem charakteristischen Mansarddach mit Schopf von 1909-1914 wieder hergestellt. Spätere Veränderungen, insbesondere Anbauten, die 1936 hinzugekommen waren, wurden entfernt. Mit einem neuen Zugang an der Ostseite wurde allein das Hanggeschoss für Besucher um- und ausgebaut. Alle verwendeten Farben orientieren sich an Befunden, berücksichtigen aber auch die Auffassung, die Münter in ihren Gemälden zeigt. Das Erscheinungsbild des sogenannten Russenhauses präsentiert sich wieder, wie es der Betrachter von Bildern Gabriele Münters kennt.